Intuitive, vollständig anpassbare Softwareoberfläche
mit allen Funktions- und Bedienelementen im direkten Zugriff
Backgroundrendering: System nutzt ungenützte Systemleistung
um zu berechnende Effekte während der Bearbeitung zu
rendern
ständiges, automatisches Sichern der Projekte
MPEG-2-Export/DVD-Ausgabe direkt aus der Timeline inkl. Authoringmöglichkeit
Verbessertes Capturen: Einlesen auf verschiedene Ziellaufwerke
sowie für das direkte Digitalisieren von Material auf
die Timeline - mit Szenenerkennung
Unbegrenzte Anzahl von Timeline-Spuren für Video,
Audio, Grafik und Titel
JKL-Shuttle-Befehle und individuelle Shortcut-Tastaturbelegung
ohne Einschränkungen (z.B. zur Nutzung der Premiere
Tastur)
Effekt-Editoren für 2D, 3D, Color, Key, Filter,
Wipe FX
Plug-in Struktur für Fremdeffekte
Voice-Over (Nachvertonen auf der Timeline)
VU-Meter Audiopegel während der gesamten Bearbeitung
Virtuelle Konsole für das (automatische) Abmischen
von Audiospuren mit gruppierbaren Fader
inkl. Hollywood FX 3D Effekte
inkl. TitleDeko RT, umfangreicher Titelgenerator
sekundäre Farbkorrektur für die gezielte Auswahl zu korigierender Farben
unterstütztes Arbeiten im Netzwerk und Integration
mit Pinnacle Broadcast Produkten
Automatisierungssystem mit Flash Unterstützung
Unterstützung für RS-422 und DVCPRO25
Midi-Unterstützung per Midi angebundene Fader
ALE/OMFI-Untersützung zum Austausch von Clips
Sony Cliplink-Unterstützung
HDV Unterstützung (natives Format)
Multiformat Unterstützung erlaubt das Mischen von DV, HDV, MPEG2, SD, HD, WMV, Mpeg4 und unkomprimierten Dateien
Surround-Sound Unterstützung in Echtzeit in der Timeline
sehr gute Multicam Schnittfunktion für bis zu 16 Kameras
Einfaches Sichern kompletter Projekte z.B. auf DVD
Neuigkeiten im Einzelnen gegenüber 6.0
- Smartsound wurde integriert
- WMV, DivX5 und Mpeg4 können nun native wiedergegeben werden
- zusätzliche, einfache Aufnahmemöglichkeit
- integrierter Bildstabilisator
- Geschwindigkeitsänderung mittels Bezierkurven
-
Neue Echtzeiteffekte: DreamGlow, Soften, DuoChrome, Lighting, RGB Color Balance, White Balance, Turbulent Edges
-
Commotion Clip FX (56 Effekte)
- neues Layout für den einzel Monitor Betrieb
- Timecode Anzeige in seperatem Fenster
- Studio 10 Projekt improt
- export von WMV mit 5.1 Surround Sound
- erweiterte Exportmöglichkeiten, z.B.
DivX 5, MPEG 4, Real...
Geeignet für
Cutter, die die Software schon nutzen.
Achtung: für Neueinsteiger und Umsteiger nicht zu empfehlen
Avid Liquid Version 7
Liquid Edition Pro Version 7
mit USB2.0 Breakout-Box
Unsere Beurteilung
Avid Liquid Version 7 ist die Weiterentwicklung der Fast DV Studio
Software der Münchner Firma Fast, die Pinnacle im September
2001 übernommen hatte und durch die Übernahme durch Avid letztlich bei Avid landete. Die Software hat durch Pinnacle einige
Verbesserungen erhalten, die vor allem auch den Semi-Profi
interessieren - die ursprüngliche Software richtete sich
nämlich ausschließlich an Professionelle Anwender.
So sind neben der Szenenerkennung auch Echtzeitfunktionen
hinzugekommen. Besonders interessant ist der Ansatz, hier
über den AGP oder PCI Express Port zu gehen und dabei auch den GPU (Grafik
Prozessor im Gegegnsatz zur CPU, dem Hauptprozessor) zu nutzen.
Das ermöglich einen höheren Datendurchsatz wie der
normale PCI Bus.
Allerdings haben schon andere Hersteller wie Matrox (mit der
RT2000) versucht,
die leistungsstarken Grafikprozessoren für Videoschnitt
besser nutzbar zu machen. Ein großes Problem ist aber
hier die schnelle Weiterentwicklung im Grafikkartenmarkt,
die immer wieder zu Treiberproblemen führt.
Dennoch wird Avid Version 7 dadurch leistunsgfähiger.
In der Pro Version von Liquid erhält man eine USB 2.0 Anschlussbox mit zahlreichen Anschlüssen, die auch eine Vorschau auf einem TV oder Kontrollmonitor zulässt - Dank der YUV Komponenten Ausgänge auch in excellenter Qualität. Das Arbeiten mit analoger Vorschau ja das eigentlich wichtige
Kriterium beim Schneiden. Zwar ist für einige Anwendungen
ist Echtzeit DV-out fähiges System (etwa canopus DV
Storm2, EDIUS DVX, EDIUS NX oder Matrox
RT.X2) besser, dadurch aber, dass die DV-Ausgabe während
des Schneidens im Hintergrund gerendert wird, verringert sich
der Abstand zu reinen Rendersystemen erheblich.
Großes Lob muss man den Entwicklern von Fast und Pinnacle
und nun Avid sicher für die gute Anpassungsfähigkeit der Software
zusprechen. Die Software ist sehr durchdacht und von Leuten,
die sich mit der Sache beschäftigen (was nicht selbstverständlich
ist). Allerdings ist Sie auch mindestens genauso komplex (wenn
nicht gar noch komplexer) als andere Schnittprogramme wie
etwa Hauptkonkurrent Adobe Premiere Pro CS3
oder auch Avid
Xpress oder canopus EDIUS Pro 4.5 .
Der Vorteil von Premiere ist hier die sehr offene Struktur
und komplette Unterstützung verschiedenster Hardware.
Und spezialisierte Hardware wird auch noch einige Zeit einen
nicht zu unterschätzenden Vorteil vor reinen Softwarelösungen
haben.
Man kann es durchaus als Manko ansehen, dass Liquid Version 7 nun keinerlei spezialisierte Videoschnitthardware (von
den Grafikkarten einmal abgesehen) mehr anspricht.
Da die Eingewöhnung in eine komplett neue (wenn auch
durchdachte) Schnittoberfläche einigen Lernaufwand erfordert,
macht Pinnacle den Umsteigern von der Einsteigersoftware Pinnacle Studio ein Update Angebot. Wir raten allerdings dazu, sich zuerst einmal die Demoversion von Avid Liquid 7 zu installieren, da die Umstellung nicht gerade einfach ist. Dennoch wurde speziell die Version 7 nun so ausgebaut, dass der Umstieg deutlich einfacher ausfällt als noch in der 5er oder 6er Version, die mit Pinnacle Studio so ganrichts gemeinsam hatte. Die jetztige Version 7 bietet einen komplett funktionierenden Import von Pinnacle Studio 10 Projekten - das ist tatsächlich sehr gut gelungen.
Wenn Sie jedoch mit Premiere schon jetzt gut arbeiten können
und nur mehr Möglichkeiten suchen, sollten Sie eher zu
einer (anderen) Echtzeit Schnittkarte greifen, die Premiere Pro unterstützt. Auch sollten Sie sich evtl. canopus EDIUS Pro 4.5 ansehen, das eine weitere interessante Alternative darstellt, in Sachen Leistungsfähigkeit und Stabilität beiden Programmen sogar überlegen ist, in der Komplexität der Funktionen aber weniger umfangreich ausgestattet ist.
Unsere Anmerkung zum Thema HDV:
Wir haben sehr lange und intensiv verschiedene Schnitthard- und software für HDV Nachbearbeitung getestet. AVID Liquid hat darin gut abgeschnitten: Es liefert zuverlässige Ergebnisse. Allerdings arbeitet es im Nativen HDV Format, was nach unserer Auffassung im Gegensatz zu Native-DV gegenüber Intermedia Codecs die deutlich schlechtere Lösung ist. So ist die Echtzeitperformance verglichen etwa mit canopus EDIUS Pro 4.5 (evtl. sogar in Verbindung mit einer EDIUS NX oder SP für HDV Schnittkarte) deutlich schlechter. Das kommt nach unseren Tests vor allem daher, dass Pinnacle die Rechenleistung des PCs nicht voll ausschöpft. Interessant ist Avid Liquid Edition 7 für HDV Nachbearbeitung dann, wenn Sie ohnehin schon mit der Software arbeiten oder ein schnelles Single CPU System (ohne DualCore oder MultiCore, das wird nämlich bei HDV kaum genutzt) nutzen und relativ wenig Geld für die Schnittsoftware ausgeben wollen. Wollen Sie volle Leistung und ein ähnlich komfortables Arbeiten wie mit DV Material, dann empfehlen wir canopus EDIUS Pro 4.5.
Neu in 2008:
Einstellung des Vertriebs der Software
bei magic multi media, da die Zukunft der Software ungewiss ist. Neu- und Weiterentwicklungen bleiben aus, Liquid ist im Vergelich zu anderen Schnittprogrammen enorm zurückgefallen und AVID hat unterstützt die Software nicht mehr direkt, sondern hat die Betreuung zurück an Pinnacle überlagert. Weitere Informationen dazu: Siehe unten.
Besonderheiten
Preis
Wir haben AVID Liquid 7 nun aus dem Programm genommen, da die Zukunft der Software ungewiss ist.
Der Hintergrund: AVID hat Liquid zurück in die Pinnacle Division übertragen und somit sich klar von der Software distanziert. Hatte man zunächst gehofft, die Übernahme von Pinnacle durch AVID würde zu neuen Innovationen und Entwicklungen bei der Schnittsoftware Liquid führen war schnell klar, dass AVID andere Ziele hat.
Damit wurde die Software, die in Deutschland von Fast Multimedia entwickelt wurde, nun von AVID wieder zurück an Pinnacle übertragen. Da Pinnacle innerhalb von AVID nur für Konsumerprodukte zuständig ist, ist die Zukunft der Profisoftware Liquid mehr als ungewiss. Die von Pinnacle dann gestartete Ausverkaufsaktion war ein klares Zeichen, dass man wohl weniger an die Weiterentwicklung als an den Abverkauf der Software denkt.
Da wir als Händler uns in der Verantwortung sehen, Ihnen als Kunden eine ehrliche und zukunftsichere Beratung zu geben, haben wir die Produkte aus dem Programm genommen und liefern diese nur noch auf Ihren ausdrücklichen Wunsch hin (z.B. wenn Sie einen weiteren Arbeitsplatz brauchen oder ähnliches).